Das Gesundheitszentrum René - Jutta

Physiotherapie

Bobath-Konzept

Behandlung Erwachsener

Seit Jahrzehnten anerkannte Methode zur Nachbehandlung von Schlaganfallpatienten und Patienten mit ähnlichen neurologischen Störungen, entwickelt vom Ehepaar Berta und Dr. Karl Bobath.

Die Anwendung des Bobath Konzepts zielt auf die Aktivierung der vorhandenen Ressourcen des Patienten.

Durch Lagerungstechniken und reflexhemmende Handgriffe ("handling") im täglichen Leben bekommt der Patient ein Höchstmass an physiologischen Eindrücken ("Input"). Viel positiver Input erhöht die Möglichkeiten der Betroffenen, mit positivem Output zu reagieren, erheblich.

Konsequente Anwendung des Konzepts von allen an der Pflege Beteiligten, Betroffenen, Angehörigen, Pflegetherapeuten und anderen Kontaktpersonen schafft die besten Voraussetzungen für den Betroffenen, immer selbständiger in den Alltag zurückzukehren.

Das Bobath-Konzept beinhaltet auch Hilfestellung bei speziellen Begleitsymptomen z.B.

  • Gesichtslähmung
  • Aphasie (Sprachstörungen)
  • Inkontinenz
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Sprech- und Schluckbeschwerden

Behandlung von Kindern

Die Methode wurde von Berta Bobath, Krankengymnastin und ihrem Mann, Dr.Karel Bobath, Neurologe, entwickelt. Nach dem "Bobath-Behandlungskonzept" werden Kinder behandelt, die aufgrund einer frühen Hirnschädigung bewegungsgestört sind (Spastiker, Athetotiker u.a.). Während der Behandlung lernt das Kind unter den Händen des Therapeuten normale Bewegungsabläufe am eigenen Leib kennen. Die durch die Schädigung vorhandenen abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster müssen gehemmt werden, damit willkürliche, koordinierte Bewegungen ausgeführt werden können. Die Schulung der Kopf- und Rumpfkontrolle, Gleichgewichtsreaktionen, Gleichgewichtsübertragungen von einer auf die andere Körperseite, stehen im Vordergrund der Behandlung.

Als Leitfaden dienen die normalen Entwicklungsstufen des Säuglings und Kleinkindes. Ein wichtiger Aspekt ist die Anleitung der Eltern. Die Haltung und Lagerung des Kindes und die Beschäftigung mit dem Kind werden so gestaltet, dass pathologische Bewegungen gehemmt werden zugunsten einer normalen Bewegungsbahnung. Optische, akustische und taktile Stimulation (Tapping, Druck und Zug) werden in die Behandlung mit einbezogen (sensomotorisches Training).

Der Behandlungsbeginn wird möglichst frühzeitig angestrebt, um die Hirnfunktion während der Reifung in den ersten Lebensmonaten günstig zu beeinflussen.

Voijta

Voijta ist ein neurophysiologisch orientiertes Bahnungssystem zur Wiederherstellung angeborener physiologischer Bewegungsmuster, die z.B. durch frühkindliche Hirnschäden in ihrer Entwicklung blockiert oder durch Traumata verlorengegangen sind. Auch motorische Verzögerungen, wie Hypertonie, Hypotonie, oder Schiefhals, die während dem ersten Lebensjahr auftreten, können durch die Therapie verbessert werden.

Skoliosebehandlung nach Schroth

Bei der Schroth-Therapie handelt es sich um eine dreidimensionale Skoliosebehandlung die in Kombination mit Atemtherapie angewendet wird.

Durch ein hauptsächlich muskuläres Problem (asymmetrische Dehnungs- und Kräfteverhältnisse) verschieben sich die drei Körperabschnitte Beckengürtel, Brustkorb mit Rippen und Halswirbelsäule mit Schultergürtel in drei Ebenen.

Von den Füßen angefangen werden die Beinachsen richtig eingestellt, das Becken wird durch entsprechende Korrekturen in den 3 Ebenen in seine ursprüngliche Stellung gebracht.
Darüber kann sich dann der Brustkorb in korrigierter Stellung aufrichten, ebenso kann sich der Kopf als Verlängerung der Körperlängsachse im Raum platzieren.

Schlingentisch

Bei der Schlingentisch-Therapie erfährt der Patient eine Erleichterung vieler Bewegungen durch die Aufhebung der Schwerkraft. Es werden der ganze Körper oder Teile des Körpers in Schlingen gehängt. Dadurch werden Wirbelsäule und Gelenke entlastet. Eingeschränkte oder ansonsten schmerzhafte Bewegungen werden erheblich erleichtert und wie unter Schwerelosigkeit ausgeführt. Durch die Einstellung des Aufhängepunktes kann eine Bewegung zusätzlich erleichtert oder erschwert werden.
Darüber hinaus können durch den Therapeuten intermittierende Extensionen ausgeführt werden oder ein Dauerzug in eine gewünschte Richtung angelegt werden.

Der Schlingentisch wird angewendet bei:

  • Schmerzen (insbesondere der Wirbelsäule, Hüftgelenke, Nacken und Schultergelenke)
  • Lähmungen
  • Kontrakturen (Verkürzung der Muskulatur)

Der Schlingentisch eignet sich hervorragend zur Kombination mit anderen Therapieformen z.B.:

  • Manuelle Therapie
  • Wahrnehmungsbehandlung
  • Traktionen